Warum Garagisten die Infanterie und die Importeure die Artillerie sind

Den eigenen Weg gehen

Warum Garagisten die Infanterie und die Importeure die Artillerie sind

18. Januar 2022 agvs-upsa.ch – Walter Frey, Karin Bertschi, Karim Twerenbold: Drei Persönlichkeiten unterhielten sich darüber, was es alles braucht, um erfolgreich zu sein, und was ihnen seitens Familie mit auf den Weg gegeben wurde.

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cym. Um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, braucht es Entscheidungen. Darüber waren sich die drei Unternehmer Walter Frey, Karin Bertschi und Karim Twerenbold in der Diskussionsrunde mit Moderator Röbi Koller einig. Nicht zuletzt deshalb riet Karim Twerenbold, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Twerenbold Gruppe den Garagisten: «Treffen Sie Entscheidungen, ohne lange zu zögern. Sonst ist es zu spät und man wird zum Reagieren gezwungen.» Es sei besser, als Unternehmer zu agieren. Karin Bertschi, Inhaberin Recycling-Paradies AG, ergänzte: «Ich bin überzeugt, dass die Menschen hier im Saal die richtigen Entscheidungen treffen können.» Wichtig sei es, die Arbeit mit Herz auszuüben, dann gehe es in die richtige Richtung.

Aus eigenem Antrieb fiel bei den drei Gesprächsteilnehmern einst die Entscheidung, in das Unternehmen der Eltern einzutreten. Moderator Röbi Koller nutzte diesen Umstand als Einstieg. Er fragte, ob dieses Erbe als Vorteil oder als Druck erlebt wurde. «Mein Vater hat es mir immer offengelassen, aber gab mir die Möglichkeit, mit dem Autoverkauf mein Taschengeld aufzubessern», erzählte Walter Frey, Inhaber der Emil Frey Gruppe und Verwaltungsratspräsident der Emil Frey Holding AG. So sei seine Passion fürs Automobil entfacht worden. Sein Vater habe ihm stets Vertrauen geschenkt, aber auch viel gefordert: «Unternehmer fordern immer, sie wollen gewisse Ziele erreichen.» 

Die Eltern von Karin Bertschi rieten ihr gar vom Einstieg in das Recyclinggeschäft ab. «Sie waren schlau und haben keinen Druck gemacht. Es war mein Entscheid, zurückzukommen.» Mit dem Einstieg ging Bertschi auch in Sachen Mitarbeiterführung eigene Wege. «Ich bin viel strenger als mein Vater; es sind zwei Ideologien, die nicht zusammenpassen», erklärt sie. Für sie sei die Vertrauensbasis das A und O: «Wir leben im Betrieb das Miteinander und arbeiten auf Vertrauensbasis.» Es werde weder geflucht noch gelogen. «Wenn mir jemand für einen Franken eine Briefmarke klaut, kann ich mit dieser Person nicht mehr zusammenarbeiten.»

Bei Walter Frey sind die Werte der Firma auf einer «Firmencharta» verewigt. Sein Vater, Emil Frey, hatte einst an die Kundschaft einen Brief geschrieben und unterzeichnete ihn schlicht mit «Emil Frey, Mechaniker.» Diese Kundennähe sei nach wie vor ein zentrales Element in der Firmenkultur seines Unternehmens.

Röbi Koller streifte zuletzt auch die politischen Karrieren der dreien. Twerenbold ist nach wie vor im Einwohnerrat der Stadt Baden tätig. «Ich engagiere mich aus Überzeugung, auch weil es in der Politik mehr Unternehmergeist braucht», sagte er. Und Alt-Nationalrat Walter Frey ermutigte die Garagisten, sich ebenfalls in der Politik einzubringen. Er sagte: «Garagisten sind die Infanterie und die Importeure die Artillerie, beide sind aufeinander angewiesen. Nehmen Sie Ihre Chance wahr, kämpfen Sie mit und bringen Sie sich ein.»
 
Die ausführliche Berichterstattung zum «Tag der Schweizer Garagisten 2020» lesen Sie im AUTOINSIDE 2/2022.



Alles über den «Tag der Schweizer Garagisten» 2022
erfahren Sie hier.

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