Ausbildungszentrum Horw
Unsere Werte
Der Grundstein für deine Ausbildung

Unsere Werte

In deiner Ausbildung bei uns geht es nicht nur um Fachwissen, sondern auch um die Werte, die dich und uns gemeinsam weiterbringen. Diese sechs Werte begleiten dich während der ganzen Ausbildung und sind der Schlüssel zu deinem Erfolg:

Verantwortung bedeutet: Sicherheit und Verlässlichkeit.

Du behandelst jedes Fahrzeug so, als würde deine eigene Familie damit fahren. Du hältst Sicherheitsregeln ein, achtest auf saubere Arbeit, dokumentierst korrekt und verhältst dich auch ausserhalb des Betriebs so, dass andere sich auf dich verlassen können.

 

Beispiel 1: Räderwechsel vor dem Feierabend

  • Du bist fast fertig mit dem Räderwechsel, Feierabend wäre eigentlich schon.
  • Beim letzten Fahrzeug merkst du: Du hast nur bei 3 von 4 Rädern den Drehmomentschlüssel eingesetzt.
  • Statt zu hoffen, dass „schon nichts passiert“, holst du den Drehmomentschlüssel noch einmal und kontrollierst alle Radmuttern.
  • Du gibst das Auto erst raus, wenn du selber ein gutes Gefühl hast.

Beispiel 2: Probefahrt nach Bremsenarbeit

  • Nach einer Bremsenarbeit spürst du auf der Probefahrt ein leichtes Ziehen nach links beim Bremsen.
  • Du redest dir nichts schön und ignorierst das Symptom, sondern fährst vorsichtig zurück und holst deinen Berufsbildner dazu.
  • Gemeinsam prüft ihr die Arbeit nochmals, bis alles passt.

Beispiel 3: Umgang mit eigenen Privatfahrzeugen

  • Du kommst mit einem stark motorisierten Privatwagen zum ÜK oder in den Betrieb und du weisst: Hier wohnen Leute, und mit deinem Verhalten gibt es automatisch Rückschlüsse auf deinen Arbeitgeber – erst recht, wenn du in gebrandeten Arbeitskleidern unterwegs bist.
  • Der stark motorisierte Wagen ist nicht das Problem. Entscheidend ist, wie du mit der Leistung umgehst: Dir ist bewusst, dass dir im Vergleich zu erfahrenen Fahrerinnen und Fahrern noch Fahrpraxis fehlt und dass viele Junge die Leistung ihres Autos falsch einschätzen.
  • Darum fährst du souverän, ohne Show und ohne unnötigen Lärm. Du hältst dich an die Regeln im Quartier und auf dem Areal. So kannst du deine Branche, deinen Beruf, deinen Betrieb  – und dich selbst mit gutem Gewissen vertreten.

Biss bedeutet: dranbleiben und Lösungen finden.

Auch wenn es schwierig wird, gibst du nicht vorschnell auf. Du suchst aktiv nach Lösungen, holst dir Infos und Unterstützung und arbeitest so lange, bis die Arbeit sicher, sauber und nachvollziehbar erledigt ist.

 

Beispiel 1: Fehler im Stromkreis

  • Du sollst einen Fehler in einem einfachen Beleuchtungsstromkreis finden.
  • Die erste Messung bringt kein klares Ergebnis, du bist unsicher.
  • Statt das Multimeter wegzulegen und auf Hilfe zu warten, schaust du noch einmal ins Schema, misst systematisch weiter und suchst Schritt für Schritt nach der Ursache.

Beispiel 2: Theorie im ÜK

  • Im ÜK verstehst du einen Teil der HV-Theorie nicht.
  • Du schaltest nicht innerlich ab, sondern meldest dich, stellst eine Frage und bleibst in der Pause kurz sitzen, um dir das nochmals erklären zu lassen.

Beispiel 3: Vorbereitung aufs QV

  • Deine letzte ÜK-Rückmeldung war nur knapp genügend.
  • Du ärgerst dich kurz – aber dann wirst du konkret!
  • Du machst mit deinem Berufsbildner ab, welche Arbeiten du jede Woche üben willst.
  • Du führst eine Liste mit Dingen, die du bis zum QV sicher im Griff haben willst, und arbeitest sie konsequent ab.

Respekt & Lust auf Lernen stehen für Bodenhaftung:

Du nimmst dich selbst nicht zu wichtig, hörst zu und lernst von anderen – von Kolleginnen, Kollegen, Kunden, Berufsbildnern und aus Fehlern. Du weisst: Niemand kann alles, aber alle können dazulernen.

 

Beispiel 1: Lernen vom „alten Hasen“

  • Ein erfahrener Diagnostiker erklärt dir einen Fehler an einem älteren Diesel.
  • Auch wenn du modernere Autos spannender findest: Du hörst zu, stellst Fragen und notierst dir sein Vorgehen.
  • Du weisst: Dieses Wissen brauchst du auch – und du musst das Rad nicht neu erfinden.

Beispiel 2: Feedback im ÜK

  • Die Kursleiterin sagt dir: „Deine Mess-Technik ist noch unsicher.“
  • Du gehst nicht in den Verteidigungsmodus, sondern fragst: „Können Sie mir zeigen, wie Sie das machen?“ oder „Was genau soll ich üben, damit ich sicherer werde?“

Beispiel 3: Gegenseitiges Lernen

  • Ein älterer Mechaniker zeigt dir eine mechanische Arbeit, bei der du noch wenig Erfahrung hast.
  • Dafür hilfst du ihm beim Umgang mit dem Diagnosetester oder einer neuen Software, wo er mehr Mühe hat als du.
  • Du machst dich nicht lustig, sondern behandelst ihn mit Respekt – so wie du auch behandelt werden willst.

Professionalität & Fairness heisst: respektvoll handeln.

Du gehst respektvoll mit Menschen, Fahrzeugen und der Umwelt um. Du hältst dich an Regeln – im Betrieb, in der Berufsschule, im ÜK, auf der Strasse. Dein Verhalten passt zu dem Vertrauen, das Kunden und dein Betrieb in dich setzen.

 

Beispiel 1: Probefahrt mit Kundenfahrzeug

  • Nach einer Reparatur steht eine Probefahrt an. Das Auto hat viel Leistung, wäre also „perfekt“ für eine schnelle Runde.
  • Du erinnerst dich: Probefahrt ist Sicherheits- und Funktionskontrolle, keine Show.
  • Du fährst eine sinnvolle Testrunde, hältst dich an die Regeln und kommst professionell zurück.

Beispiel 2: Umgang mit Kolleginnen und Kollegen

  • Ein Kollege macht einen Fehler bei einer einfachen Arbeit. Du könntest ihn jetzt vor allen blossstellen – oder du entscheidest dich anders!
  • Du sprichst ihn unter vier Augen an, hilfst ihm und zeigst, wie du es machst.
  • Du willst in einem Team arbeiten, in dem man sich gegenseitig stärker macht.

Beispiel 3: Ordnung, Material, Umwelt

  • Beim Arbeiten mit Bremsenreiniger merkst du, dass du sehr grosszügig gesprüht und viele Lappen liegengelassen hast.
  • Du weisst: So gehen wir nicht mit Material, Umwelt und Arbeitsplatz um.
  • Aber du räumst auf, entsorgst richtig und achtest beim nächsten Mal bewusster darauf.

Fehlerschlau bedeutet: offen und verantwortungsvoll aus Fehlern zu lernen.

Fehler passieren – entscheidend ist, dass du sie nicht versteckst, sondern ansprichst, korrigierst und daraus lernst. So werden aus Fehlern neue Standards und bessere Lösungen – für dich und das ganze Team.

 

Beispiel 1: Vergessener Öl-Deckel

  • Nach einem Ölwechsel siehst du: Der Öl-Deckel liegt noch auf der Werkbank und das Fahrzeug wird bereits dem Kunden übergeben. Du könntest schweigen – tust du aber nicht.
  • Du meldest den Fehler sofort dem Kundendienstberater und korrigierst den Fehler in Absprache mit ihm. 
  • Danach sprichst du mit deinem Berufsbildner darüber, wie du sowas künftig vermeidest (z. B. durch eine eigene kleine Checkliste oder eine standardisierte Ablage).

Beispiel 2: Falsche Messung im ÜK

  • Du hast im ÜK an der falschen Stelle gemessen und kommst zu einer komplett falschen Diagnose.
  • Als die Aufgabe ausgewertet wird, gibst du offen zu: „Ich habe hier falsch gemessen, deshalb lag ich daneben.“
  • Du merkst dir den Fehler – und nimmst ihn als Lernpunkt für den Betrieb mit, statt dich dafür zu schämen.

Beispiel 3: Fehler führen zu Weiterentwicklungen

  • Bei einer Wartung im Team ziehst du beim Bremsflüssigkeitswechsel eine Verschraubung nicht richtig an, es tropft, aber du merkst es erst ganz am Schluss.
  • Du sagst es sofort, dichtest die Leckage ab und bist beim Gespräch mit dem Team dabei, wie ihr das künftig besser absichert (z. B. zusätzliche Sichtkontrolle, Vier-Augen-Prinzip).
  • Du spürst: Dein Fehler hat das Ganze besser gemacht – für alle.

Freude bedeutet: Stolz auf gute Arbeit.

Du hast Freude an Technik, an gelösten Problemen und an zufriedenen Kundinnen und Kunden. Wir arbeiten ernsthaft, aber nicht humorlos: Gute Stimmung entsteht, wenn wir gemeinsam etwas hinkriegen – nicht, wenn wir andere beim Lernen stören.

 

Beispiel 1: Schwierige Diagnose geschafft

  • Du hast lange an einem nervigen Fehler gesucht – am Schluss findest du einen versteckten Massefehler.
  • Dafür darfst du stolz auf dich sein: Du bist drangeblieben, hast sauber gemessen und eine Lösung gefunden.
  • Die Freude kommt daher, dass du etwas wirklich geknackt hast.

Beispiel 2: Starker ÜK-Tag

  • Heute war ein ÜK-Tag, an dem du und deine Gruppe wirklich konzentriert gearbeitet habt: wenig Ablenkung, viel Zusammenarbeit, alle Aufträge geschafft.
  • Du gehst müde, aber zufrieden nach Hause und merkst: So macht Lernen Spass – wenn etwas vorwärts- und die Zeit im Flug vergeht.

Beispiel 3: Dankbarer Kunde

  • Bei der Fahrzeugübergabe hörst du, dass sich ein Kunde ausdrücklich bedankt: Das Auto ist sauber, der Auftrag wurde erklärt, alles passt.
  • Auch wenn du „nur“ ein Teil in der Kette warst – du weisst: Du hast einen Teil dazu beigetragen.
  • Genau dieses Gefühl, gebraucht zu werden und gute Arbeit abzuliefern, macht dir Freude an deinem Beruf.

Diese Werte gelten für dich und deine Ausbildung – sie bringen dich nicht nur in deiner beruflichen Entwicklung weiter, sondern auch als Mensch.